Projekt Heilpädagogisches Voltigieren mit den Kindern der Klassen S1 und S2

Heilpädagogisches Voltigieren, kurz HPV genannt, stellt eine sehr komplexe Maßnahme dar, bei der das Kind auf mehreren Ebenen gleichzeitig angesprochen wird. Sowohl der motorische Bereich, der emotional-kognitive als auch der soziale Bereich werden gefördert. Schon beim Pflegen des Pferdes werden alle Sinne intensiv angeregt. Die Berührung des Pferdekörpers, der warm, weich und lebendig ist, beeinflusst sowohl die Eigenwahrnehmung als auch die Wahrnehmung der Außenwelt positiv.

Das Pferd ist dabei als „Co-Therapeut“ zu sehen, es hat hohen Aufforderungscharakter und nimmt jeden so an, wie er ist. Es wertet nicht und ist frei von Vorurteilen, reagiert aber sehr wohl artgerecht und spontan auf gute oder schlechte Behandlung. Erfolge dieser Therapieform lassen sich vor allem auf eine tragfähige Beziehung „Pferd – Kind – Therapeut“ zurückführen, in der individuelle Maßnahmen mit Hilfe eines speziell ausgebildeten Therapiepferdes gesetzt werden können.

Die Fortschritte und Erfolge, die bereits bei den Schnupperstunden in den vergangenen Schuljahren erzielt wurden, zeigen, wie sehr Kinder auf diese spezielle Therapieform ansprechen. Besonders berührend war es zu beobachten, wie manche der Kinder, die im Alltag nur schwer Kontakt zu anderen Menschen finden, mit den Pferden in Beziehung treten, die Nähe des Pferdes zulassen können und sogar engen Kontakt zu ihnen suchen.

Heuer soll in einer Fortführung des Projektes über einen längeren Zeitraum und in intensiveren Einzelkontakten diesen Kindern wieder die Möglichkeit gegeben werden, die Nähe der Pferde zu genießen und Fortschritte durch diese besondere Therapieform zu erreichen. Da die Kosten von insgesamt 4800 € für die Eltern allein nicht finanzierbar sind, werden Sponsoren gesucht, welche dieses Projekt unterstützen.

In den Therapiekosten von 18 € / 20 min Einzeleinheit sind das Therapeutenhonorar, die Pferde- und Hallenmiete sowie die Kosten für eine Pferdeführerin enthalten.

Geplant sind je 20 Therapieeinheiten pro Kind, die beiden Klassen werden im nächsten Schuljahr insgesamt 12 Kinder führen. Die Kosten für den Transport der Kinder zum Reitstall werden etwa 480€ betragen. Ein Betrag von etwa 800 € wird von den Eltern der Kinder selbst aufgebracht. Daraus ergibt sich ein offener Förderbetrag von 4000 €.

Dieser Betrag wurde von den KIWANIS zur Gänze übernommen!
Wir bedanken uns sehr herzlich!


© 2006, SPZ St. Pölten ASO Nord
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